Die gefüllte Kalbsbrust gilt seit jeher
als bayrisches Festessen, das längst in vielen Regionen Einzug
gehalten hat. Das Fleisch aus dem Vorderviertel des Kalbs ist schön
marmoriert und hat einen relativ hohen Fett- und Bindegewebsanteil. Die
Kalbsbrust wird ohne Knochen („ausgelöst“) angeboten. Das
flache, fast rechteckige Teilstück eignet sich sehr gut zum Füllen.
Fleisch aus eigener Schlachtung!
Vorschlag:
Kalbsbrät, Semmelwürfel mit Milch und Ei in einer Schüssel vermischen.
Diese Mischung mit den eingeweichten Semmelwürfeln, Petersilie, Muskat,
Salz und Pfeffer vermengen, abschmecken.
Mit einem spitzen Messer eine tiefe Tasche in die Kalbsbrust
schneiden(oder von ihrem Metzgermeister schneiden lassen , der kann das!).
Brust von innen und außen salzen und pfeffern. Füllung in die Tasche
geben, etwas nachdrücken, damit sie sich gleichmäßig verteilt. Nicht zu
viel einfüllen, damit die Tasche beim Braten nicht platzt. Die Tasche
sorgfältig mit Küchengarn zunähen.
In heißem Öl rundherum kräftig anbraten. Knochen und Knorpel um das
Fleisch verteilen und den Bräter auf den Boden des auf 180 Grad
vorgeheizten Backofens stellen.
Je nach größe des Braten am Anfang und zum Schluss schön heiß und
die längste Zeit bei 160 Grad durchziehen lasse. Sobald sich
Röststoffe bilden, nach und nach etwas Wasser angießen.
Die Kalbsbrust aus dem Bräter nehmen, 15 Minuten ruhen lassen. Die
entstandene Flüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf geben, entfetten und
die eiskalte Butter flöckchenweise unterschlagen.
Schalotten in heißer Butter goldgelb dünsten und über die
Kalbsbrust geben. Braten in Scheiben schneiden, mit der abgeschmeckten
Soße und event. Pilzen anrichten.
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